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Paphos: Wo Mythologie auf das Mittelmeer trifft
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Paphos: Wo Mythologie auf das Mittelmeer trifft

Paphos entdecken: Königsgräber, Akamas-Abenteuer, Weintouren und wo man jenseits der Touristenmeile gut isst.

Auf einen Blick

Best time April–Juni, September–Oktober
Days needed 3–5 Tage
Beste Reisezeit April–Juni, September–Oktober
Benötigte Tage 3–5 Tage
Währung EUR
Fahren Linksverkehr
Nächster Flughafen Internationaler Flughafen Paphos (PFO), 15 Min.
Best for: Kulturliebhaber · Archäologie · Familien · Wanderer

Die Göttin ist noch hier — man kann sie spüren

Steh bei Einbruch der Dämmerung an der Petra tou Romiou und beobachte, wie das letzte Licht das Meer kupfer-rosa färbt — dann begreift man, warum die Antike Aphrodites Geburt hierher verlegte. Paphos ist die älteste kontinuierlich bewohnte Ecke Zyperns: ein Ort, wo UNESCO-gelistete Mosaike unter den Füßen liegen, in dem einst eine römische Gouverneursvilla stand, wo bronzezeitliche Gräber im Fels das offene Mittelmeer anschauen, und wo Dorfrestaurants eine Autostunde landeinwärts noch Kleftiko servieren, das über Nacht in Tontöpfen langsam gegart wurde. Das ist das vielschichtige, lohnende Zypern, das die meisten Pauschalreisenden nie wirklich entdecken.

Warum Paphos besuchen

Paphos ist Zyperns kulturelles Schwergewicht. Der archäologische Park Paphos, UNESCO-gelistet, enthält einige der feinsten römischen Bodenmosaike im Mittelmeer — das Haus des Dionysos, das Haus des Theseus, das Haus des Aion — alle innerhalb eines Zehn-Minuten-Spaziergangs vom Hafen entfernt. Anders als etwa die Archäologieparks auf dem griechischen oder italienischen Festland kann man außerhalb Juli und August dicht neben ihnen spazieren mit minimalen Menschenmengen.

Dann ist da die Landschaft. Der Bezirk Paphos erstreckt sich von den Meereshöhlen bei Coral Bay im Norden bis zur wilden Akamas-Halbinsel und ostwärts durch die weinbebauten Hänge von Lemona und Stroumbi bis an den Rand der Troodos-Vorberge. Ein Aufenthalt von 3–5 Tagen erlaubt den Wechsel zwischen Welten: ein Morgen mit dem Erkunden von Mosaiken, ein Nachmittag auf einem Boot, das in die Blaue Lagune gleitet, und ein Abend beim Probieren von Xynisteri-Weißwein aus einem Familienweingut oberhalb von Polis.

Familien werden besonders gut bedient. Das mittelalterliche Schloss von Paphos am Hafen ist ein leichter Spaziergang, der Strand bei Coral Bay ist ruhig und flach, und der Paphos-Zoo bietet einen halbtägigen Ausflug für jüngere Reisende. Die Zugänglichkeit ist hier auch besser als an den meisten anderen Orten Zyperns — die Uferpromenade und der archäologische Park haben beide gute gepflasterte Wege.

Im Vergleich zu Limassol oder Larnaka geht Paphos langsamer. Die Altstadt ist noch nicht in Cocktailbars gentrifiziert worden, und der Dienstags- und Donnerstagmarkt am Agoraplatz funktioniert noch als echter Treffpunkt der Nachbarschaft.

Top-Aktivitäten in Paphos

Die Mosaike im Morgenlicht besichtigen. Der archäologische Park öffnet um 8:30 Uhr. Frühes Ankommen bedeutet, die Reisebusse zu schlagen und die Mosaike — Dionysos auf einem Leoparden reitend, Theseus und der Minotaurus, die vier Jahreszeiten des Aion — nahezu allein zu genießen. 2–3 Stunden einplanen. Eintritt ca. 8 € pro Erwachsenem.

Die Königsgräber sehen. Trotz des Namens wurden hier keine Könige begraben — die Stätte ist eine ausgedehnte hellenistische und römische Nekropole, in den Fels gehauen, mit Säulenhöfen und bemalten Kammern, die echte Konkurrenz zu Ägypten bieten. Eine geführte halbtägige Stadttour inklusive der Königsgräber gibt den vollständigen historischen Kontext.

Die Akamas-Halbinsel erkunden. Dieser straßenlose Nationalpark an der Nordwestspitze Zyperns ist, wo seltene Unechte Karettschildkröten nisten und wo die Blaue Lagune — eine natürliche türkisfarbene Bucht mit Schnorchel-tauglichem Riff — Boote von jedem Hafen der Westküste anzieht. Die Bus-und-Boot-Tour zur Blauen Lagune ab Paphos ist die einfachste Kombination: Bus nach Latchi, dann kurze Fahrt in die Lagune mit Wasserrutschen-Stopp.

Weinverkostung in den Dörfern. Die Paphos-Weinroute führt durch Lemona, Stroumbi, Kritou Terra und Tera — eine Gruppe kleiner Güter, die auf 400–700 Metern Höhe die einheimischen Trauben Xynisteri und Maratheftiko anbauen. Die Paphos-Weintour mit Weinbergbesichtigungen besucht zwei oder drei Güter mit einem Führer, der die Produzenten wirklich kennt.

Eine Lebensmitteltour machen. Die zypriotische Küche ist nicht bloß griechisches Essen mit einer anderen Flagge. Die Meze-Tradition (20–30 kleine Gerichte über zwei Stunden), das langsam gegarte Lammkleftiko, der halloumi, der Minuten nach dem Schneiden gegrillt wird — das braucht Zeit, um es richtig zu erleben. Die ganztägige Lebensmitteltour ab Paphos umfasst sowohl die Stadt als auch Dorfstopps im Landesinneren, mit Kochvorführungen und Marktbesuchen.

Eine ATV- oder Buggy-Safari versuchen. Die rauen Spuren der Akamas-Vorberge machen wirklich Spaß auf einem Quad oder 4x4-Buggy. Die Paphos-ATV-und-Buggy-Safari zum Aphrodite-Felsen macht eine Schleife durch Küstengelände mit einem Schwimmstopp an Petra tou Romiou.

In den klaren Westwässern tauchen. Das Meer vor Paphos ist warm (22–26 °C von Juni bis Oktober) und die Sichtweite überschreitet regelmäßig 20 Meter. Ein Paphos-Taucherlebnis mit Hotelabholung — die meisten Betreiber bieten eine Entdeckertaucher-Session ohne vorherige Zertifizierung an.

Wo man in Paphos isst

Mandra Taverna (Dorf Mesogi, 8 km nordöstlich des Hafens) ist der Maßstab für traditionelle zypriotische Küche im Paphos-Gebiet. Das Meze läuft auf 25 Gerichte, dauert ca. zweieinhalb Stunden und kostet ungefähr 22–25 € pro Person. Um 19 Uhr ankommen und im Sommer im Voraus reservieren.

7 St. Georges Tavern (Geroskipou, zwischen Paphos und dem Flughafen) serviert seit den 1970ern Kypriotisches Essen im Dorfstil. Kleftiko, Stifado (Rindfleisch-Zwiebel-Eintopf) und Loukoumades (Honig-Donuts) als Dessert. Keine Ansprüche, sehr ehrliche Preise.

Theo’s Seafood Restaurant am alten Hafen ist eines der wenigen Fischrestaurants an der Uferpromenade, das seine Preise wirklich wert ist. Der Oktopus wird lokal gefangen.

Imogen’s Inn im Dorf Kathikas (Paphos Weinland, 30 Minuten nördlich) ist ein Farmrestaurant, das Erzeugnisse vom eigenen Land serviert — gefüllte Zucchiniblüten, gegrillter halloumi vom benachbarten Hof, hausgemachtes Johannisbrot-Sirup-Eis. Nur donnerstags und sonntags.

Rimi an der Apostolou-Pavlou-Allee ist das beste Meze-Modern der Stadt — Sharing Plates mit traditionellen zypriotischen Zutaten, aber leichterer, zeitgemäßerer Zubereitung.

Wo man in Paphos schläft

Kato Paphos (Hafenbereich) — alle Budgets. Hier übernachten die meisten Touristen. Budget: Kiniras Hotel, ein kleines familiengeführtes Gästehaus im alten Stadtzentrum. Mittelklasse: Almyra Hotel, in herrlicher Küstenlage mit zwei Infinity-Pools. Luxus: das Anassa Hotel (technisch gesehen Latchi, 45 Minuten nördlich) ist das feinste Resorthotel der Insel.

Coral Bay / Pegeia (Nord-Paphos) — Strandurlaub. Wenn Strandnähe und Familieneinrichtungen Priorität haben, ist die Coral-Bay-Küste die richtige Basis. Mittelklasse: Villas Coral Bay.

Paphos-Hügel / Weinland — ruhige Rückzugsorte. Dörfer wie Kathikas, Pano Arodes und Droushia bieten Steinhausmieten und Agrotourismus. Preise sind 30–50 % niedriger als an der Küste.

Anreise nach Paphos

Der internationale Flughafen Paphos (PFO) liegt 15 km südöstlich des Stadtzentrums — ca. 15 Minuten Taxifahrt (20–25 €). Vom Flughafen Larnaka (LCA) dauert die Fahrt über die A1/A6 Autobahn ca. 1 Stunde 30 Minuten. Mietwagenmiete an beiden Flughäfen wird dringend empfohlen — Paphos ist kein Reiseziel, das man zu Fuß erkunden kann, sobald man über die Hafenpromenade hinausgeht.

Beste Reisezeit

April und Mai sind optimal: Wildblumen bedecken den Akamas, Meerestemperatur liegt bei ca. 20 °C, und Preise sind 20–30 % unter Hochsaison. Juni erwärmt sich schnell — Tageshöchsttemperaturen von 30 °C bis Monatsmitte — aber Meerestemperaturen sind ideal. Juli und August sind Hochsaison: 35 °C+ im Landesinneren, Schlangen am archäologischen Park. September und Oktober sind wohl die besten Monate: Meer noch warm (24–25 °C), Temperaturen auf angenehme 25–27 °C gesunken, die Mehrheit der Sommertouristen weg. November bis März: kühler (15–18 °C an der Küste), dramatische Seeverhältnisse und sehr wenige Touristen.

Wie man mit anderen Reisezielen kombiniert

Paphos verbindet sich natürlich mit der Akamas-Halbinsel — im Wesentlichen Paphos’ wilder Hinterhof. Eine 45-minütige Fahrt nördlich entlang der Küste führt nach Latchi und zum Tor zu den Akamas-Schluchten und der Blauen Lagune.

Richtung Osten liegen die Troodos-Berge 1 Stunde 15 Minuten von Paphos über die B6-Straße durch Polemi. Das ist die Weinroute: Die Dörfer Omodos, Arsos, Vasa, Koilani und Pano Platres liegen alle zwischen Paphos und dem Gipfel.

Häufig gestellte Fragen zu Paphos

Ist Paphos für Familien mit kleinen Kindern geeignet?

Ja — die Paphos-Uferpromenade ist flach und kinderwagenfreundlich, der Strand Coral Bay ist sicher für kleine Schwimmer, und der Paphos-Zoo bietet einen guten Halbtag. Die Mosaikstätten erfordern etwas Interesse älterer Kinder (8+), aber jüngere neigen dazu, die Königsgräber zu genießen, die wie ein echtes unterirdisches Labyrinth wirken.

Brauche ich ein Auto in Paphos?

Für die Uferpromenade, den Hafen und den archäologischen Park nein. Für Coral Bay, den Akamas, Weindörfer oder jedes Inland-Ziel absolut ja. Mietwagenmiete am Flughafen Paphos oder in der Stadtmitte kostet ca. 30–60 €/Tag.

Wie viel kostet der Besuch des Archäologischen Parks Paphos?

Stand 2026 kostet das Kombi-Ticket (Archäologischer Park + Königsgräber + Saranta Kolones) ca. 12 € für Erwachsene und ist für Kinder unter 12 kostenlos.

Kann ich die Blaue Lagune ohne Jeep- oder Bootstour erreichen?

Nicht einfach. Die Blaue Lagune liegt im Akamas-Nationalpark, erreichbar über einen rauen Weg, den Standard-Mietwagen nicht bewältigen können. Optionen: Jeep-Safari buchen, eine Bootskreuzfahrt ab Latchi (30 Minuten) nehmen, oder ein Mountainbike mieten und den 16 km Trail ab Latchi bewältigen — wunderschön, aber im Sommerhitze anstrengend.